FANDOM


Die Aktivitäten des täglichen Lebens (ATL) sind der Oberbegriff für ein im deutschsprachigen Raum nach/von Liliane Juchli weiterentwickeltes theoretisches Modell zur ganzheitlichen Betrachtung der Bedürfnisse von PatientInnen. Die „12 Lebensaktivitäten“ (LA oder adl) der englischen Lehrerin Nancy Roper (1976) waren bereits nach sieben Physiologie biologischen Notwendigkeiten und fünf komplexen Aktivitäten, die kulturellen und sozialen Einflüssen unterliegen, aufgelistet. 

Es umfasst die folgenden 12 Aktivitäten mit Handlungsbeispielen bzw. evtl. zugehörigen Aufgaben der professionell Pflegenden:


zum Beispiel

- Krankenzimmer im sauberen Zustand
- Krankenbett täglich oder wenn nötig erneuern und säubern
- Lagerung der Patienten
- nutzen von Lagerungshilfsmitteln
- Betten der Patienten
- Nachtdienst und Beobachtung des Schlafes


weitere siehe unten:



- hat Bedeutung für Geist und Körper
- Dekubitusprophylaxe durchführen
- Kontrakturprophylaxe durchführen
- Bewegungsübungen (aktiv, assistiv, passiv)
- Thromboseprophylaxe durchführen
- Mobilisation und Krankengymnastik


- Hilfe bei An- und Ausziehen
- Hilfestellung und komplette Übernahme der Körperpflege
- Pflege der Sinnesorgane
- Parodontitisprophylaxe durchführen
- Beobachtung der Haut und Aussehen
- Beobachtung von Schweiß und Körpergeruch
- Beobachtung von Körpergewicht und Körperlänge
- Hilfeleistung beim Essen und Trinken (Essen reichen; auch Ess- und Trinkassistenz)
- Kostformen patientengerecht bestimmen
- Aspirationsprophylaxe
- Ernährungssonde und Sondenkost
- Obstipationsprophylaxe
- Abführmittel
- Beobachtung von Urin, Stuhlgang, Erbrechen
- Inkontinenzpflege, Inkontinenz
- Darmeinlauf, Klysmen
  • Regulierung der Körpertemperatur
- Beobachtung der Körpertemperatur
- Pflege bei Schüttelfrost
- Pflege bei Fieber
- Beobachtung der Atmung
- Pneumonieprophylaxe
- Inhalation
- Hilfe bei Atemnot
- Beobachtung von Puls und Blutdruck
- Patientenaufnahme, -verlegung und -entlassung
- Verhütung von Gefahren
- persönliche Hygiene
- Umgang mit Medikamenten
- Verhütung von Nosokomialen Infektionen (im Krankenhaus erworbene Infektion)
- Infusion und Injektionen verabreichen und vorbereiten
- hat Bedeutung für Gesunden und Kranken
- Ergotherapie und Physiotherapie
- Rehabilitation
- Selbsthilfegruppen
- mit Patienten und Angehörigen
- innerhalb des Teams
- Übergabegespräch
- verbale und nonverbale Kommunikation
- Visite
- Beruf, Körper, Geist und Seele
- Verwirklichung der ganzheitlichen Pflege
- Angstbewältigung
- Besinnungstage und Meditationen
- Beobachtung von Schmerz und Schmerzbewältigung
- Begleitung Sterbender
- Intimsphäre schützen
- Schamgefühl wahren
- Probleme bei Intensiv- und Langzeitpatienten
- Veränderung durch Medikamente


Dieser Artikel oder Absatz ist noch ein Stub.

Du kannst PflegeABC-Wiki und anderen Pflegekräften helfen, indem du ihn passend erweiterst / ergänzt.

———————->
Vielen Dank !






Übersicht, interne Links

Die 12 ATL nach Juchli lauten:

  1. Wach sein und schlafen
  2. Sich bewegen
  3. Sich waschen und kleiden
  4. Essen und Trinken
  5. Ausscheiden
  6. Körpertemperatur regulieren
  7. Atmen
  8. Für Sicherheit sorgen
  9. Raum und Zeit gestalten, arbeiten und spielen (auch: sich beschäftigen)
  10. Kommunizieren
  11. Sinn finden im Werden, Sein, Vergehen (auch: Lebenssinn, Sinnkrise, sterben)
  12. Kind, Frau, Mann sein

Bezüge, Vorläufer

Juchli bezog sich dabei auf zwei Ansätze: nämlich den der Amerikanerin Virginia Henderson von 1966 und auf Nancy Roper (s. u.).

  • Die „14 Grundbedürfnisse des Menschen“ nach Henderson (die sich dabei auf Maslow bezog) lauten:
    • 1) normal atmen
    • 2) ausreichend essen
    • 3) Abfallprodukte des Körpers ausscheiden
    • 4) sich bewegen oder eine gewünschte Stellung beibehaltend
    • 5) schlafen bzw. ruhen
    • 6) die passende Kleidung auswählen, sich an- und ausziehen
    • 7) die Körpertemperatur in einem normalen Bereich halten
    • 8) den Körper gepflegt halten und die Haut schützen
    • 9) Gefahren in der Umwelt vermeiden bzw. zu verhindern, dass andere Personen verletzt werden
    • 10) mit anderen kommunizieren
    • 11) seinen Glauben ausüben
    • 12) so arbeiten, dass man ein Gefühl der Erfüllung hat, bzw.
    • 13) spielen oder an verschiedenen Formen der Erholung teilnehmen
    • 14) lernen, entdecken und die Neugierde befriedigen (dabei auch: die verfügbaren Gesundheitseinrichtungen nutzen)

Die „12 Lebensaktivitäten“ (LA) der englischen Lehrerin Nancy Roper (1976) waren bereits nach sieben biologischen Notwendigkeiten und fünf komplexen Aktivitäten, die kulturellen und sozialen Einflüssen unterliegen, getrennt:

    • atmen
    • essen und trinken
    • ausscheiden
    • die eigene Körpertemperatur regeln
    • schlafen
    • sich bewegen
    • sterben (in dem Sinn, dass der Tod oder/und das Sterben als Teil des Leben gesehen wird)

und

    • für eine eigene sichere Umgebung sorgen
    • kommunizieren
    • sich sauber halten und kleiden
    • arbeiten und spielen
    • sich als Mann bzw. als Frau fühlen

Siehe auch

  • Christine Sowinski: Die „persönliche Gebrauchsanweisung" erleichtert das Miteinander von Klienten und beruflichen Pflegenden (Der individuelle Tagesablauf; mit Kopiervorlage für ein Ausfüllformular). In: Pro Alter 1/2008:40:43-47 (C. Sowinski erklärt die Bedeutung individueller Gewohnheiten von Heimbewohnern. Sie hat eine einfache Kopiervorlage erstellt, anhand derer Mitarbeitende von Altenpflege-Einrichtungen die wichtigsten Lebensgewohnheiten alter Menschen in Erfahrung bringen können... . Sozusagen die ATL an einem Tag.)


Weblinks


Warum das Pflegewiki_2.0 den Artikel nicht von der AutorIn aktualisieren lässt !

……

Dazu hier die Versionsgeschichte des entsprechenden Artikels.

……

Der Trägerverein des PW2.0 behauptet ein "Verein zur Förderung freier Informationen für die Pflege e. V." zu sein. Man sollte diese Personen bei ihrem Anspruch fordern. Sie verstecken sich sonst hinter irgendwelchen sprachlichen Ausflüchten.