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Alter hat Bezüge zur Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft eines Lebewesens, einer Person. Alter, das alt Sein, ist also Folge eines lang anhaltenden Vorgangs des Altwerdens, des Alterns, der Alterung. Noch vor seinem Tod hat ein alter Mensch immer die Zukunft vor sich. Und natürlich unveränderlich, aber verschieden interpretierbar, die Vergangenheit bei sich. Die subjektive Bewertung dieser Zeitspannen kann sich deutlich von objektiven Kriterien der Betrachtung unterscheiden. Beide Sichtweisen haben ihre Berechtigung.

Das im Personalausweis eingetragene Lebensalter = das sind nur die seit der Geburt vergangenen Jahre. Das Alter wird auch noch ganz anders betrachtet.

Ein häufig gehörter Spruch "man ist so alt, wie man sich fühlt", aber er sagt nur etwas über die relative Irrelevanz dieser Kalenderweisheit. Zwei "gleich" alte Menschen können unterschiedlich gealtert sein.

Und hinter der lockeren Anrede

"hey Alter" steckt auch gleichzeitig eine (mitgedachte) Aussage über die Zukunft der angesprochenen Person, die Lebenserwartung.



Lebenserwartung Bearbeiten

Mit dem Wort Lebenserwartung (dort Weiteres) wird meistens die "durchschnittliche" voraussichtliche restliche Lebenszeit (Restlebenszeit) einer Person beschrieben. Diese Lebenserwartung wird wie eine Kennziffer in Jahren oder Monaten oder sehr pauschal, z. B. mit gut oder nur noch wenige Tage, angegeben. Diese weitere Lebensdauer lässt sich aber nur ganz allgemein (also für viele ältere Menschen dieses Alters) für frühere Generationen statistisch recht genau beziffern. Bei einzelnen Personen versagt die Vorhersagbarkeit.

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aktuell dazu lesen in Süddeutsche Zeitung Magazin Bearbeiten
  • Die ältesten Menschen der Welt werden ständig gefragt, was das Geheimnis ihres langen Lebens ist. Ihre Antworten sind, nun ja, etwas widersprüchlich. Eine Übersicht.


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Individuell wird es eine sehr ungenaue Prognose, die aus der Berücksichtigung verschiedener Risikofaktoren und Lebensgewohnheiten oder der Lebenslage errechnet werden kann. Sie hat dann aber keine Verbindlichkeit, weil eine einzelne Krankheit oder ein Unfall, diese Durchschnittswerte im Einzelfall massiv verändern würde. Aber sie ist auch fehlerbelastet, wenn sich diese angenommenen Voraussetzungen bei den nun lebenden Personen insgesamt oder bei der einzelnen Person anders als früher entwickeln. Sie ist also nur eine statistische Aussage über eine mögliche Entwicklung (Prognose). Als solche kann sie zwar rechnerisch genau sein, hat aber wegen der großen Bandbreite keine Bedeutung für eine individuelle Lebensplanung.

Die neusten Zahlen für Deutschland: die Lebenserwartung für ältere Menschen hat gegenüber früher zugenommen. Jeder zweite Mann wird 80 Jahre alt oder älter, jede zweite Frau kann sogar ihren 85. Geburtstag erleben. Ein heute 65-jähriger Mann kann sogar damit rechnen, weitere 17 Jahre und 6 Monate zu leben. 65-jährige Frauen haben statistisch noch 20 Jahre und 8 Monate vor sich. Ältere Menschen haben statistisch gesehen eine höhere Lebenserwartung als Neugeborene, da sie Risiken wie dem frühen Kindstod oder tödlichen Arbeitsunfällen nicht mehr ausgesetzt sind (das Risiko bereits überstanden haben).


Neugeborene Jungen haben eine durchschnittliche Lebenserwartung von 77 Jahren und 9 Monaten, Mädchen sogar von 82 Jahren und 9 Monaten. Das geht aus einer am Dienstag veröffentlichten Modellrechnung des Statistischen Bundesamtes hervor, für die alle Sterbefälle von 2009 bis 2011 und amtliche Bevölkerungsdaten ausgewertet wurden. Damit erhöhte sich die Lebenserwartung verglichen mit der Untersuchung für 2008 bis 2010 bei Jungen um drei Monate, bei Mädchen um zwei weitere Monate.

… und im Ausland? Bearbeiten

Die Lebenserwartung der Deutschen steigt - eine oft gelesene Überschrift

Die Lebenserwartung von Neugeborenen und älteren Menschen ist seit Jahrzehnten immer etwas weiter angestiegen. Laut vieler Studien leben Frauen im Schnitt länger als Männer und Arme sterben früher als Reiche. Statistisch, also im Durchschnitt. Ein neugeborener Junge in Deutschland kann in den nächsten Jahrzehnten damit rechnen, durchschnittlich 77 Jahre und neun Monate alt zu werden, teilte das Statistische Bundesamt 2012 mit. Neugeborene Mädchen werden dann im Schnitt 82 Jahre und neun Monate alt werden.

Die Israelis leben im Durchschnitt lang und gesund. Noch länger. Wer 2010 in dem Land geboren worden ist, hat mindestens 81,7 Lebensjahre vor sich. Das belegen aktuelle Daten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Israel rangiert somit statistisch noch vor den reichen Wohlfahrtsländern Norwegen, Kanada und Deutschland. Unter den Männern sind die Israelis im Altwerden Weltspitzenreiter. Bei den Frauen sind es die Japanerinnen (2009 lag sie bei bei durchschnittlich 86,44 Jahren).

Alle leben länger - ??? Bearbeiten

"Entspann dich, Alter!"

"Deutschland wird dominiert von Menschen über 60. Ihnen geht es gut, sie haben Macht. Der gestrige Tag hat mir sechs Stunden gebracht. Heute kommen noch einmal sechs Stunden hinzu. Auch morgen werden mir sechs Stunden geschenkt. Mit jedem Tag, den wir leben, werden wir älter – und zugleich verlängert sich unser Leben. Es ist zwar möglich, dass wir morgen von einem Bus überfahren werden, aber statistisch betrachtet, gewinnen wir unaufhaltsam Lebenszeit hinzu: zweieinhalb Jahre pro Jahrzehnt, drei Monate pro Jahr, sechs Stunden pro Tag. ...

Dieser Trend hält seit anderthalb Jahrhunderten an, ...


So euphorisch kann man über ein Thema reden, das die wenigsten Menschen mögen: das Altern. Viele Altersforscher, ob Statistiker, Psychologen oder Mediziner, neigen zu einer hoffnungsvollen, neugierigen Sicht, wenn es um ihr Thema geht.


Wer aber gerade darum kämpft, dass der demente Vater ein Zimmer in einem Pflegeheim bekommt, der kann diesen Optimismus kaum nachempfinden.


Es ist wahr, dass wir immer älter werden. 65jährige Personen z. B. in Österreich haben eine verbleibende Lebenserwartung von

  • 21,4 Jahren bei Frauen und
  • 17,9 Jahren bei Männern.

Dabei sind die Frauen statistisch gesehen allerdings nur 6,9 Jahre gesund, die Männer 7,4 Jahre. Sie werden also mehr als die Hälfte ihres verbleibenden Lebens krank verbringen. Dabei werden viele chronische Einschränkungen erleiden - z. B. mit Schmerzen und mit eingeschränkter Mobilität.


Es gibt noch eine andere Art, auf das Alter zu blicken, eine eher apokalyptische Sicht: Sie geht von einer unauflösbaren Konkurrenz zwischen Älteren und Jüngeren aus, spricht vom »Krieg der Generationen« , vom bevorstehenden »Aufstand der Jungen«. Die Älteren würden sich auf Kosten der Jüngeren ein schönes Leben machen. Von »Seniorenlawine« ist dann die Rede, von »Ausbeutung«. Meist sind es Publizisten, Ökonomen oder jüngere Politiker, die … – und die damit die Wut der Älteren auf sich ziehen. "

Aus einem Aufsatz von Susanne Gaschke in DIE ZEIT, vom 7.4.2011, Nr. 15. Sehr poinitert und sehr direkt lautet ihre Zusammenfassung zur Demografie:

"Die statistische Seite ist, falls sich in nächster Zeit keine Kriege oder Katastrophen ereignen, gut berechenbar. Sie wird bestimmt durch zwei Trends: die steigende Lebenserwartung und die in Deutschland seit den siebziger Jahren ständig sinkende Geburtenrate. 1970 machten die Jungen fast ein Drittel der Bevölkerung aus, nur 13 Prozent waren über 65. Heute gibt es bereits weniger Junge (19 Prozent) als Ältere und Alte" (21 Prozent der Gesamtbevölkerung).


Tatsächlich steht der endgültige wissenschaftliche Beweis noch aus, dass die verlängerte Lebenszeit nicht ein mit allen technischen Mitteln künstlich hinausgezögerter Tod ist.

Die Statistikerin Gampe argumentiert: „Wie kann sich der Alterungsprozess binnen eines Jahrhunderts um 30 Jahre aufschieben, wenn die Menschen nicht auch im Alter gesünder sind?“

Logisch, aber schwer zu akzeptieren. Denn Menschen haben, wenn sie ans Alter denken, immer ihre Großeltern vor Augen.

Es ist wieder der gleiche Denkfehler wie bei den Statistikern. Menschen extrapolieren meistens den Status quo. Sie glauben, dass es immer so weitergeht, wie es schon ist.

Krankheiten, TodBearbeiten

Die Menschen, die im vergangenen Jahr in Deutschland starben, waren im Durchschnitt knapp über 78 Jahre alt. Vor zehn Jahren waren die Verstorbenen im Durchschnitt noch 76 Jahre alt.

2014 (von da sind die letzten Zahlen ausgewertet - Destatis) starben – wie schon seit Jahren – die meisten Menschen an einer Herz- oder Kreislauferkrankung: 38,9 Prozent. Zweithäufigste Todesursache bleibt Krebs: 25,8 Prozent. Allerdings gibt es in den Altersgruppen und Geschlechtern deutliche Unterschiede.

Bekannter Risikofaktor: „Wer raucht, stirbt rund zehn Jahre früher.“ (ja der H. Schmidt! - im Durchschnitt. Das sind ganz viele.)

Intelligenz im AlterBearbeiten

Was ist oder kennzeichnet die Intelligenz im Alter?

Veränderungen der Intelligenz sind nicht in einem erschreckenden Ausmaß zu erwarten. Die normale Vergesslichkeit gibt es auch im Alter. Hinzu kommt eine etwas reduzierte Leistung im Bereich der so genannten fluiden Intelligenz. Also dem Benutzen von logischen Entscheidungen und dem Lernen von Neuen. Im Bereich des gelernten und geübten Verhaltens (der sog. kristallinen Intelligenzbereiche) sei mit weniger und über längere Zeit verteilten Verlusten zu rechnen.

Baltes antwortet darauf mit der These der

Optimierung durch Selektion und Kompensation

solcher Verluste.


In sehr hohem Alter allerdings, also über 85, zeigen nach Baltes die Berliner Studienergebnisse weniger Grund für Optimismus.

Biologisches AlterBearbeiten

Die Dunedin-Studie ist eine Langzeit-Erhebung bei n = 1.037 Menschen aus der neuseeländischen Stadt Dunedin von der Geburt bis zu ihrem 38. Lebensjahr: mit 18 verschiedenen Markern etwa zur Nieren- und Lungenfunktion wurde das biologische Alter bestimmt. Erstaunlich: Das biologische Alter der Untersuchten lag bei gleichem kalendarischen Alter zwischen 28 und 61 Jahren.


100jährige, Höchstaltrige Bearbeiten

An dem Projekt „100 über 100“ wirken Gerontologen der Universität Heidelberg sowie Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums und des Universitätsklinikums Heidelberg mit. Die Heidelberger Wissenschaftler beteiligen sich an der weltweiten Suche nach 100 Personen im Alter von über 100 Jahren, die bereit sind, eine Blutprobe für wissenschaftliche Zwecke zur Verfügung zu stellen. Damit können nun auch Hundertjährige in Deutschland angesprochen werden, an der Entstehung einer einzigartigen Datenbank mitzuwirken. Sie soll die komplett sequenzierten Genome von extrem alten, gesunden Menschen aus möglichst vielen Ländern der Welt umfassen und dazu dienen, die genetischen Grundlagen eines gesunden Alterns zu erforschen. Weblinks: Heidelberger Hundertjährige erforschen

Nach einer Liste der ältesten Menschen, die Altersforscher der amerikanischen „Gerontoloy Research Group“ zusammengestellt haben, gibt es derzeit auf der ganzen Welt 89 Personen, die 110 Jahre und älter sind, davon 79 Frauen und zehn Männer (Katja Gelinsky, 28. November 2008 in FAZ). Bekannte am ältesten gewordene Frau war die Französin Jeanne Calment mit 123 Jahren.

Die Japanerin Misao Okawa, geb. 1898, alt 2015 als älteste Person der Welt - und ist mit 117 Jahren gestorben. Eine US-Amerikanerin könnte Okawas Altersrekord bald brechen. An ihrem Geburtstag vor wenigen Wochen habe sie noch ein Stück Torte gegessen, dann aber allmählich ihren Appetit verloren. Im Kreise ihrer Enkel sei Okawa in der Nacht zum Mittwoch gestorben. 1919 heiratete sie ihren Mann Yukio, das Paar hatte zwei Töchter und einen Sohn. Yukio starb 1931, heute leben noch vier Enkel und sechs Urenkel. Nach Okawas Tod ist die US-Amerikanerin Gertrude Weaver die älteste Person der Welt. Weaver wird am 4. Juli 117.

Vorsorge Bearbeiten

In diesen Bereichen ist Vorsorge für das Alter möglich:

  • Gesundheit - Prävention, Vorsorgeuntersuchungen, Rehabilitation nach Erkrankungen
  • Finanzen - Rentenbeiträge ergibt evtl. höhere Rente, private Vorsorge, staatl. Absicherung vor Armut
  • Rechte - Vollmachten / Betreuungsverfügung, Patientenverfügung (Intensivmedizin), Inanspruchnahme von Beratung vor ärztl. Behandlung und danach in Konfliktfällen


Es gibt auch gute AlterungsverläufeBearbeiten

So ein Satz steht oft dafür:

"… und wirkt für sein bzw. ihr Alter erstaunlich rüstig."

aber es geht auch ohne Nachzudenken:

Keith Richards: Wir hören erst auf, wenn einer stirbt

Berlin/Stuttgart. (we) Die Rolling Stones, die in diesem Sommer wieder auf Tournee gehen, arbeiten an einem neuen Album mit eigenen Songs. Das bestätigte Stones-Gitarrist Keith Richards (74, Foto: dpa) gegenüber der Musikzeitschrift Rolling Stone. Richards: „Wir arbeiten daran. Ende vergangenen Jahres hatten wir schon ein paar Sessions gemacht, jetzt wursteln wir weiter“. 

Von einer Abschiedstour will der gebürtige Brite nichts wissen. „Einer von uns müsste den Löffel abgeben“ – aber darüber habe man in der Band noch niemals gesprochen, betonte Richards. (30. Mai 2018, Seite 15) 

Vorbereitung – meine, deine ?Bearbeiten

1. Wir alle beschäftigen uns gelegentlich mit dem Älterwerden. Ab wann beginnt für Sie das Alter?

2. Wenn Sie es sich aussuchen könnten, wie alt wären Sie dann gerne? Mit anderen Worten: Was ist Ihr persönliches Lieblingsalter? Warum?

3. Welcher ältere Mensch begeistert Sie? Und ist sogar vielleicht Ihr Vorbild? Warum?

4. Was ist Ihr Traum fürs Alter? Und was Ihr Alptraum?

5. Bereiten Sie sich auf Ihr Alter vor?


Dazu ein Buch

Margaret Heckel
Die Midlife-Boomer: Warum es nie spannender war, älter zu werden

Rezension im stern

Erscheinungsdatum: 2012, 5 Fragen, 5 Antworten: Die Autorin Margaret Heckel über Hochaltrigkeit, die Rolling Stones und Laptop-Arbeit auf dem Laufbgand.

Todesursachen Bearbeiten

Insgesamt starben im Jahr (2010) in Deutschland fast 860.000 Menschen. Die Zahl der Todesfälle bleibt im Vergleich zu den Vorjahren etwa gleich. Im Detail: Knapp 352.700 Menschen starben 2010 an den Folgen einer der Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Vor allem bei älteren Menschen führten diese Erkrankungen häufig zum Tod ( 92 Prozent der Verstorbenen waren mindestens 65 Jahre alt.). Einem Herzinfarkt erlagen davon 59.100 Menschen. Davon waren 56 Prozent Männer und 44 Prozent Frauen. Die zweithäufigste Todesursache waren die Krebsleiden: Ein Viertel aller Verstorbenen (fast 219.000 Menschen) erlag einem dieser Krankheiten, darunter 118.200 Männer und 100.600 Frauen. Männer starben in den meisten Fällen an bösartigen Erkrankungen der Verdauungsorgane [Dickdarm und Bauchspeicheldrüse] oder der Atmungsorgane. Bei den Frauen trat am häufigsten ein Krebsleiden bei den Verdauungsorganen und der Brustdrüse auf.

Wer etwas mehr über die Todesursachen bestimmter Bevölk.gruppen oder Diagnosengruppen erfahren will, kann z B bei Destatis Zahlen des vergangenen Jahres nachlesen. Allerdings sind die publizierten Angaben ziemlich grobe Zusammenfassungen der Diagnosegruppen.

Die jährlich erstellte Todesursachenstatistik in Deutschland stützt sich auf den ärztlichen Todesbescheinigungen und auf das dort genannte Grundleiden als Todesursache. Das ist im Vergleich zu Sektionsergebnissen recht ungenau. Die Todesursachen werden in Deutschland seit 1998 gemäß der 10. Revision der Internationalen Klassifikation der Krankheiten und Todesursachen (ICD-10 )kodiert. Die ICD unterteilt die Todesursachen in 20 Hauptgruppen.

Häufige Todesursachen sind in Deutschland also:

Herz-Kreislauf-Erkrankungen, wie der Herzinfarkt, Herzinsuffizienzen und der Schlaganfall
Krebskrankheiten, wie Lungenkrebs, Darmkrebs, Prostatakrebs und Brustkrebs
Lebererkrankungen, insbesondere die Leberzirrhose (ohne Leberkrebs, s.o.)
Lungenerkrankungen (Asthma bronchiale; Chronische Bronchitis und Lungenemphysem, COPD)
Infektionen, wie die Pneumonie (Lungenentzündung), Enteritiden (Durchfallerkrankungen)

Nichtnatürliche Todesursachen, wie Verkehrsunfälle, Arbeits-, Sport- oder häusliche Unfälle, Vergiftungen und der Suizid sind relativ selten.

Dort in einer Grafik die Unterschiede je nach Geburtsjahr. (abbi 14A)

Nicht zu vergessen, dass die weltweite Todesursachenstatistik und die einzelner Länder sich stark von der Statistik Deutschlands unterscheiden. In Entwicklungsländern dominieren Infektionskrankheiten (oft auf dem Boden einer Mangelernährung), Gewalteinflüsse wie Bürgerkrieg oder das fehlende Gesundheitswesen. Weltweit sind die Infektionskrankheiten die häufigste Todesursache. Die genaue Reihenfolge der häufigsten Todesursachen in der BRD unterscheidet sich weiter je nach Geschlecht und Altersgruppe, die eigentlich getrennt betrachtet werden sollten (am stärksten durch die Alterskrankheiten). Die statistischen Angaben beziehen sich üblicherweise auf Lebendgeborene, so dass Fehl- und Totgeburten die Statistiken nicht beeinflussen. Dennoch gibt es anderswo wesentliche Landesunterschiede bei den Todesfälle auch im ersten Lebensjahr und der Kindheit.

Verschiedene AltersbestimmungsmethodenBearbeiten

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Studien, ForschungBearbeiten

Erwähnte ForscherInnenBearbeiten

Geheimrezepte zum "Ewig Leben"Bearbeiten

Z. Bspl. die Kryokonservierung ist für diejenigen gedacht, die auf ein zweites Leben hoffen, wenn ihr erstes verbraucht ist. Das Gedächtnis-Upload. Die «Frischzellenkur» (Paul Niehans, 1931) ist ein geflügeltes Wort geworden. Das mag bei Fussballteams funktionieren, wenn man altgediente Spieler mit jungen ergänzt oder wenn in einem Unternehmen nach vierzig Jahren das Management ausgetauscht wird. Im menschlichen Körper klappt es … nicht. Vitamin C und E oder auch der Pflanzenfarbstoff Beta-Carotin werden als Radikalfänger vermarktet. Solche Antioxidantien haben bis heute einen sehr guten Ruf - mehr leider nicht. Dass wir alle daran glauben, Vitamin C wirke gegen Erkältungen und viele andere Leiden, liegt übrigens am zweifachen Nobelpreisträger Linus Pauling (kein Mediziner). Ende der 1960er Jahre hatte er die ebenso fixe wie unbewiesene Vorstellung, hochdosiertes (und bei ihm gekauftes) Vitamin C sei ein Allheilmittel.

Eine Zeitlang sah es wirklich danach aus, als wäre wenig essen der Schlüssel zu einem langen Leben. Der Vergleich mit Affen konnte immerhin erforscht werden: Einige Tiere leben länger, andere nicht. In einer 2013 veröffentlichten Studie an Rhesusaffen, deren Kalorienzunahme 25 Jahre lang um 30 Prozent reduziert wurde, konnte kein Überlebensvorteil nachgewiesen werden. Die Forscher kamen zum Schluss, dass Gene und gesunde Ernährung das Leben länger machen können, nicht aber Hungern. Ein Jahr später folgte eine Studie, die doch einen lebensverlängernden Effekt bei Rhesusaffen gefunden haben will. Was sich in den meisten Experimenten deutlich zeigt: Die typischen Alterserscheinungen bei Tieren mit reduzierter Kost setzen später ein und fallen schwächer aus. Die unklare Datenlage …… . Seit 1984 gibt es ein Telomerase genanntes Enzym. ?? Zellen reparieren ?? Kälte kann lebensverlängernd wirken – zumindest wenn man ein Fadenwurm oder ein Fisch, eine Maus oder eine Ratte ist. Für den wesentlich langlebigeren Homo sapiens wurde so eine Lebensverlängerung durch Kälte allerdings noch nie nachgewiesen. Zu den wenigen Massnahmen, deren lebensverlängernde Wirkung nachgewiesen ist, gehört die Ehe. Auch Mönche leben in stabilen Parnterschaften, auch wenn es keinen Sex gibt. Das Sterberisiko verheirateter Männer sinkt weltweit überall stärker als das ihrer Partnerinnen. Aber Achtung, damit das Sterberisiko der verheirateten Frau sinkt, muss die Ehe glücklich verlaufen (subj. Wahrnehmung) ! Erklärungsversuche: Bei Männern scheint eine jüngere Partnerin für bessere soziale Kontakte und insgesamt für eine bessere Stimmung zu sorgen. Ausserdem werden die Männer im Alter, falls sie krank werden sollten, besser gepflegt. Auch achten höher gebildete Frauen offenbar eher auf die Gesundheit ihrer Männer; vor allem geht deren Risiko für Herz-Kreislauf-Leiden zurück. Partner in gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften sollen im Durchschnitt generell eine etwas niedrigere Lebenserwartung als die Allgemeinbevölkerung haben – egal, ob gebunden oder alleinstehend. Gene? Und wenn ja, welche: Seit mehr als zwanzig Jahren verfolgen Ärzte eine Gruppe von Menschen mit dem Laron-Syndrom, die in einem entlegenen Dorf in Ecuador leben. Dabei zeigte sich, dass sie, obwohl sie zu Übergewicht neigen, keinen Diabetes entwickeln. Sie bekommen auch kaum Krebs, und sie scheinen langsamer zu altern. Inzwischen weiss man, dass durch den defekten Rezeptor ein weiteres Wachstumshormon mit dem Namen IGF-1 nur in sehr geringen Mengen gebildet wird. Das führt zwar zu Kleinwuchs, hat aber die genannten Gesundheitsvorteile.


Wo:

  • FRIEREN, HUNGERN, HEIRATEN. Wollen Sie so richtig alt werden? Hier acht Anleitungen für ein langes oder gar ewiges Leben, die wir allerdings nicht alle zur Nachahmung empfehlen. Von Hanno Charisius in folio.nzz.ch 2015, heft august

älter, ältere Bearbeiten

Einige Übersetzungen für älter, ältere, Senioren

  • in Englische

elder, elderly people

  • in die Jugendsprech
  • im Dänischen

… gammel …

Bevölk.entwicklungBearbeiten

Nach der im Spiegel vorgestellten FES-Studie über Ungleichheit zwischen den Bundesländern bei Armut und Reichtum heißt es auch: "Die hohe Rate der Schulabbrecher im Osten auch für die weitere Entwicklung besorgniserregend. Denn zusätzlich verlassen viele junge Menschen mit Schulabschluss Ostdeutschland in Richtung der westdeutschen Wirtschaftszentren. Dabei überaltert der Osten Deutschlands bereits jetzt, während sich vor allem prosperierende** Regionen in Süddeutschland und um Hamburg herum sich an relativ hohem Kinderreichtum erfreuen." (** = wirtschaftlich sich gut entwickelnde Regionen | Wo: Joachim Albrech, Philipp Fink, Heinrich Tiemann:  Ungleiches Deutschland: Sozioökonomischer Disparitätenbericht 2015-2017)

MedienBearbeiten

Siehe auch Bearbeiten

Literatur Bearbeiten

Bücher

WeblinksBearbeiten

Sonstiges, Unglaubliches Bearbeiten

Glanzleistungen aus der Pflege -> das nur den Namen Wiki tragende Projekt eines fragwürdigen Männer-Vereins in Witten, Pflegewiki_2.0, hat einen entsprechende Artikel einfach gelöscht. Die Begründung lautete: ……… 26. Feb. 2013 (Überschrift: Förderung freier Informationen für die Pflege). Und dann beschweren sich die Jungs, wenn es heißt, dass das Motto und die Taten dieses Clubs nicht zusammenpassen. (Der immer wieder stattfindende Vandalismus auf dieser Seite hat ja nicht zufällig eine Wurzel … )

Joachim Gauck, kein zweites Mal BundespräsidentBearbeiten

Punkt zwölf Uhr werden die mächtigen Flügeltüren geöffnet. Entschlossen tritt Joachim Gauck ein und schreitet über das Parkett zum Rednerpult. 2017 steht die nächste Wahl an: J. Gauck fürchtet offenbar, den Strapazen des Amtes weitere fünf Jahre nicht gewachsen zu sein. Schließlich wäre er am Ende einer zweiten Amtszeit 82 Jahre alt. Er sagt:

"Doch könne er nicht für weitere fünf Jahre „eine Energie und Vitalität voraussetzen“, für die er nicht garantieren könne.

Heute nun möchte ich Ihnen mitteilen, dass ich mich entschlossen habe, nicht erneut für das Amt des Bundespräsidenten zu kandidieren“, gibt Gauck seinen Rückzug bekannt, beendet Spekulationen über seine Zukunft. Für eine zweite Amtszeit steht er nicht mehr zur Verfügung. Er sei dankbar, dass es ihm gutgehe, erklärt der 76-Jährige. Doch … s.o.