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Unter dieser Überschrift wird an Schulen erklärt, was zum Beruf alles dazugehört. Seltener, was nicht dazu gehört. Auch geht es um die Ethik und das Ansehen des Berufs in der Öffentlichkeit.





Zeitungsbericht dazu in den Westfälischen Nachrichten (WN) Juli 2018

Gronau - „Das könnte ich nicht“ lautet eine der häufigsten Reaktionen, die Lena Rehbein zu hören bekommt, wenn sie verrät, in welchem Beruf sie arbeitet. Dabei macht die 25-Jährige nichts Besonderes, nichts Anrüchiges und nichts Außergewöhnliches: Sie absolviert eine Ausbildung zur examinierten Altenpflegerin. Von Susanne Menzel, Dienstag, 03.07.2018 ( * Ihre zweite Berufswahl, so versichert die Quereinsteigerin im Artikel, habe sie bis heute nicht bereut.)



typische - VoruteileBearbeiten

1. Im Nachtdienst ist nichts los, da alle Patienten schlafen.

Notfälle halten sich nicht an Uhrzeiten - manchmal muss es richtig schnell gehen, egal ob es Tag oder Nacht ist.


2. „Nachtschichten sind so praktisch, da hat man noch den ganzen Tag zur Verfügung.“

Wer einen Pflegeberuf ausübt, arbeitet in der Regel in drei Schichten. Das heißt, der Tagesablauf wird immer wieder durch einander gewürfelt. Nur Nachtdienst ist ungesund. Du musst gut auf dich aufpassen, damit du diese Nachteile durch Sport, Familie und Hobbys wieder ausgleichst. 

Plakat zum film nurse3d

Fliegen ohne Flügel?

3. Als Pflegerin wäscht man den ganzen Tag nur alte Leute.

Stimmt nicht. Vielleicht drei o. vier Personen am Tag. Das gehört auch zur Grundpflege der Patienten dazu, dabei wird auf die Haut und die geistige Verfassung der Person geachtet. Manche Dinge entdecken Pflegekräfte und nicht die Ärzte. 


4. „Warum bist du nur Pfleger und kein Arzt geworden?“

Dummerweise braucht mensch für diesen Beruf ganz schön viel Köpfchen.

Und durch den engen Kontakt zu den Patienten sind die Alten- und Gesundheits- und KrankenpflegerInnen für diese Patienten oft die wichtigste und die letzte Bezugsperson in deren Leben.


5. Der Pflegeberuf ist nichts für echte „Kerle“.

Die Pflege ist ein Frauenberuf. Aber kein typischer Frauenberuf. JedEr hat ein Paar helfende Hände, einen Kopf. PflegerInnen retten Leben! 

6. In der Pflege verdient man wenig und hat kaum Möglichkeiten zur beruflichen Weiterentwicklung.

Stimmt. Fast. 

Mit verschiedenen Fachweiterbildungen, Zusatzqualifikationen oder dualen Studiengängen gibt es viele Möglichkeiten, sich weiter zu qualifizieren. 


7. Durch die Venen von PflegerInnen fließt Kaffee statt Blut.

Quatsch mit Soße. Auch hier gibt es Alkis und Drogis. Leider, wie überall, zuviele. Kühlen Kopf bewahren - heißt immer nüchtern sein. (jedenfalls in der Arbeit)


8. „Ich könnte nicht in der Pflege arbeiten, da sieht man so viele schlimme Dinge.“

Wunder sind im Leben selten. Aber wenn sie jemand hautnah sieht, dann PflegerInnen. 

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