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  • Jahrgang 1980, Bankkaufmann (2001), Bachelor u. MA in Politikwissenschaft (2017)
  • Politiker (CDU)
  • Mitglied des Bundestages, MdB, seit 2002
  • Bundesminister für Gesundheit im Kabinett Merkel IV seit dem 14. März 2018
  • 2006 — 2010 war er über eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts an einer Lobbyagentur für Pharmafirmen beteiligt ( „Politas“ )
  • Artikel bei Wikipedia


 

 

… nun wollen wir alles, was wir von ihm in Erinnerung haben, vergessen und ihm als Minister endlich viele Erfolge wünschen !Bearbeiten

 


 

  Artikel-Überschrift

März 2018: Gesundheitsminister Spahn will den Pflegeberuf attraktiver machen – 17 000 offene Stellen

Von Tobias Schmidt, RNZ Berlin 

Der neue Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat umfangreiche Verbesserungen in der Altenpflege angekündigt. Konkret wolle er bei der Zahl der Auszubildenden, der Bezahlung der Pflegekräfte und der Personalbemessung ansetzen, sagte Spahn beim Deutschen Pflegetag in Berlin. Applaus erntete er für die Ankündigung, dem Bundeskabinett den ehemaligen Präsidenten des Deutschen Pflegerats, Andreas Westerfellhaus, als Pflegebevollmächtigten vorzuschlagen. Wenige Stunden nach der Amtsübernahme von seinem Vorgänger Hermann Gröhe erklärte er: „Ich möchte, dass wir den Pflegeberuf attraktiver machen.“ > Kommentar/Hintergrund S. 2, s u.  

Berlin. Jens Spahn geht gleich in die Vollen. Direkt nach der Amtsübernahme steigt der neue Gesundheitsminister gestern auf zwei Bühnen, nutzt seine Auftritte auf einem Klinikkongress und dem Deutschen Pflegetag in der Hauptstadt, um seine Agenda vorzustellen und den Wirbel um seine Hartz-IV-Äußerungen vergessen zu machen. Ärmel hochkrempeln und die Großbaustelle Pflegenotstand anpacken – das ist die Botschaft des Rivalen von Kanzlerin Angela Merkel am ersten Minister-Arbeitstag: „Ich möchte, dass wir den Pflegeberuf attraktiver machen. Ich möchte, dass wir mehr Ausbildungsplätze haben. Ich möchte, dass sich vor allem die Pflegekräfte um die Pflegebedürftigen kümmern können.“ 

Spahn in neuer Rolle, voller Tatkraft und Ehrgeiz. Aber kann er auch liefern, oder wird er sich an seiner Mammutaufgabe überheben, in den Mühen der Ebene schnell an Glanz verlieren? „Ich bin noch gar nicht da, da bin ich schon umzingelt von der Selbstverwaltung“, sagt er ironisch mit Blick auf die vielen Gremien in der Gesundheitspolitik. Immerhin holt er sich gleich einen Verbündeten: Der Vorschlag, Andreas Westerfellhaus zum neuen Pflegebevollmächtigten des Bundes zu machen, ist ein echter Coup. Der Mann stand acht Jahre lang an der Spitze des Pflegerates und genießt bei den Betroffenen allerhöchstes Ansehen.

Unterstützung wird der 37-jährige Gesundheitsminister brauchen, denn die Herausforderung ist enorm. 17 000 offene Stellen gibt es derzeit in Deutschlands Pflegeheimen, wie eine gestern veröffentlichte Studie belegt. Und der Fachkräftemangel ist dramatisch. Wie will Spahn da das Versprechen aus dem Koalitionsvertrag umsetzen, 8000 neue Stellen zu schaffen – und auch zu besetzen? „Das ist die größte Schwierigkeit. Es wird ein Kampf werden, ausreichend Personal zu finden“, sagt SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach. „Der entscheidende Hebel, um mehr Menschen für diesen wichtigen Beruf zu gewinnen, ist ein höherer Lohn.“

Eine bessere Bezahlung soll laut Koalitionsvertrag durch eine bundesweite Tarifbindung erreicht werden. Doch Spahn räumt gestern ein, das werde schwierig umzusetzen sein. Aber die Reserven der Pflegekassen schmelzen. Erstmals seit 2007 tat sich im vergangenen Jahr ein Loch auf, schlossen die Kassen mit einem Minus von 2,4 Milliarden Euro ab. Im Klartext: „Die Bürgerinnen und Bürger müssen sich auf höhere Beiträge für die Pflegekassen einstellen“, so Lauterbach. „An einer deutlichen Erhöhung führt kein Weg vorbei.“ Keine Aussicht, mit der sich Spahn besonders beliebt machen dürfte. 

Verzagtheit gehört indes nicht zu Spahns Charaktereigenschaften. Und so sieht der CDU-Politiker das Gesundheitsressort auch nicht als Falle. Es sei keinesfalls so, dass man mit Gesundheitspolitik keine Wahlen gewinnen könne, gibt Spahn den Optimisten. 

Ein paar Hinweise, wie er das System auf Vordermann bringen will, gibt Spahn gestern noch: „Schlechte Qualität muss früher oder später vom Netz, im Interesse der Patienten“, sagt er, und meint damit die Schließung von Kliniken, die die Standards nicht erfüllen. Und der elektronischen Gesundheitskarte, bislang ein Flop, soll zum Durchbruch verholfen werden, um den Alltag in Zigtausenden von Arztpraxen zu erleichtern. Auch darum hatte sich sein Vorgänger Hermann Gröhe (CDU), den Spahn aus dem Amt verdrängt hat, vergebens bemüht.

RNZ ua vom Freitag, 16. März 2018, Seite 2 

 

  27. Mai 2018:

Gesundheitsminister Jens Spahn verspricht, bis zu 13.000 neue Stellen in der Altenpflege voll zu finanzieren. Jedoch würden diese Reform-Pläne vor allem die Krankenkassen viel Geld kosten.

 

Mehr zusätzliche Pflegestellen, mehr Geld für moderne Informationstechnik, mehr Ausbildungsplätze – so konkretisiert die Koalition ihre Pläne, um die Arbeitsbedingungen in der Kranken- und Altenpflege zu verbessern. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat am Mittwoch ein mit Union und SPD abgestimmtes Eckpunktepapier vorgelegt, auf dessen Basis kurzfristig ein Gesetzentwurf erarbeitet werden soll.


Wieviel Zeit darf es noch sein, Frau Merkel und Hr. Spahn? Bearbeiten

Jens Spahn versucht, gar nichts Wesentliches zu ändern. Er versucht, möglichst hier und da etwas Zeit zu gewinnen, damit die notwendige "Reform" für die Arbeitgeber nicht zu teuer wird.

Kollegin, Kollege, die du auf Spahn warten willst, Hörst du dem Minister nicht zu, wie er nach jedem richtigen Satz als Entschuldigung/Einschränkung sofort hinterherschiebt: das ist nicht so einfach, das geht nicht von heute auf morgen. Es wird runde Tische geben. usw.   📅📝Es gibt keinen echten, nicht mal einen falschen, Zeitplan, wann sich in dieser Regierungszeit was verändern soll? Wir sollen ihm vertrauen !  

Nein - danke. 💪

(am Tag der Gesundh.Minister-Konferenz, 21.6.2018   —  und das sind übrigens schon seit mehr als drei Monaten billige Luftblasen)


  • Spahns 3000-Euro-Forderung, eher die mögl. Idee: 'Wie viel Geld Pflegekräfte wirklich verdienen. Jens Spahn fordert eine bessere Bezahlung für Pflegekräfte, bis zu 3000 Euro, meint der Minister.‘‘ Offizielle Zahlen zeigen: Viele verdienen das schon - doch besonders der Altenpflege-Bereich ist unterbezahlt. Von Isabella Reichert in spon, 16.7.2018
  • Link - Wie viel Geld Pflegekräfte wirkl…
  • DreiAnEinemTisch
  • Caterina Lobenstein, Britta Stuff: »Wir brauchen Hilfe, Herr Spahn!«  Einsame Bewohner und gestresste Betreuer, wenig Zeit und wenig Geld: Die Altenpflegerin Heike Noe und ihr Arbeitgeber Kaspar Pfister kennen die Probleme in deutschen Heimen. Die beiden mit dem Gesundheitsminister an einem Tisch. Im vergangenen Jahr hat die ZEIT (Nr. 51/17) die Altenpflegerin Heike Noe besucht und beschrieben, warum Fachkräfte wie sie zwar extrem begehrt sind – aber vergleichsweise schlecht verdienen. Dutzende Leser haben daraufhin Briefe und E-Mails geschickt, auch Gesundheitsminister Jens Spahn. Er schrieb, er wolle in seiner Amtszeit dafür sorgen, dass Menschen wie Heike Noe künftig mehr Wertschätzung erfahren. Aber was genau muss sich ändern, damit Pflegekräfte künftig bessere Arbeitsbedingungen und ein höheres Gehalt bekommen – und Pflegebedürftige mit mehr Würde behandelt werden? Und was schuldet ein reiches Land wie Deutschland seinen alten Bürgern? Die ZEIT, 19. Juli 2018 S. 11-13. hat die Altenpflegerin Noe und den Gesundheitsminister Spahn zu einem Gespräch gebeten – und den Unternehmer Kaspar Pfister, der das Pflegeheim betreibt, in dem Heike Noe arbeitet.  

Oktober 2018 Bearbeiten

> Herr Minister, höhere Pflegebeiträge sollen die Situation im Pflegebereich verbessern. In Kliniken und Altenheimen fehlt es an Personal, wird über einen Pflegenotstand geklagt. Wie wollen Sie Abhilfe schaffen?

Wir müssen den Negativtrend und die Vertrauenskrise in der Pflege ernstnehmen: Das geht nur mit mehr Stellen, besserer Bezahlung und einem attraktiven Berufsbild. Daran arbeiten wir aktuell sehr intensiv und haben auch schon vieles auf den Weg gebracht. Gerade junge Menschen sollen wissen, dass es sich lohnt, diesen Beruf zu ergreifen, weil sie gebraucht werden und sich damit eine Existenz aufbauen können.

> Wie lässt sich die Situation konkret verbessern?

Wir schaffen ab dem nächsten Jahr 13 000 neue Stellen in der Altenpflege.

In der Krankenpflege wird jede neue zusätzliche Stelle von den Krankenkassen finanziert. Das ist nur ein erster Schritt. Wir müssen den Pflegejob attraktiver machen. Es muss mehr Personal und eine bessere Bezahlung geben. Familie und Beruf müssen besser miteinander vereinbar sein. Und wir müssen Menschen ermuntern, die den Pflegebereich verlassen haben, wieder zurückzukehren. Wir werden alle Register ziehen.

> Ihr Plan, mehr Pflegekräfte aus dem Ausland anzuwerben, stößt nicht auf ungeteilte Begeisterung …

Wir werden die Probleme in der Pflege nicht allein mit Pflegekräften aus dem Ausland bewältigen können. Insofern ist die Möglichkeit, auch qualifizierte Pflegekräfte aus dem Ausland zu gewinnen, nur ein Baustein von vielen. Es geht um Kooperationen mit Ländern wie Kosovo und Albanien, die selbst eine junge Bevölkerung haben und über Bedarf Pflegekräfte ausbilden. Wichtig ist, dass wir den Ländern nicht die Fachkräfte wegnehmen. Und natürlich müssen ausreichende Sprachkenntnisse und die notwendige Kompetenz nachgewiesen werden.

> Gesetzlich Versicherte müssen oft lange auf Arzttermine warten. Wie wollen Sie das ändern?

Gesetzlich Versicherte sollen künftig schneller an Termine kommen können. Dabei soll ab nächstem Jahr die Terminservicestelle helfen, und zwar 24 Stunden, sieben Tage die Woche. Ärzte, die zusätzliche Patienten nehmen, werden besser bezahlt. In ländlichen Regionen soll es für Ärzte attraktiver werden, sich niederzulassen.

> Mehr Geld für Kliniken und Pflegeeinrichtungen, mehr Geld für Ärzte – da wird das Ziel, die Beiträge unter 40 Prozent zu halten und die Lohnnebenkosten zu begrenzen, schwer zu halten sein, oder?

Die Spielräume, die wir für Beitragssenkungen in der Sozialversicherung haben, nutzen wir – etwa in der Arbeitslosenversicherung.

In der Pflegeversicherung ist das anders. Weil wir dort zusätzliche finanzielle Mittel für notwendige Verbesserungen benötigen, erhöhen wir ab dem nächsten Jahr den Beitrag um 0,5 Prozentpunkte. Eine gute Versorgung im Pflegefall ist den Menschen wichtig. Deshalb werden finanzielle Zusatzbelastungen akzeptiert. Es muss aber bei dem Ziel bleiben, dass die Sozialbeiträge unter 40 Prozent bleiben. Denn wir brauchen auch planbare Lohnnebenkosten. Sie sind ein wichtiges Element guter Wirtschaftspolitik.

(dpa, rnz vom Donnerstag, 11. Oktober 2018)

Vertrösten, vertrösten, vertrösten Bearbeiten

Lisa-Marie, deinen Optimismus teile ich nicht. Die von Minister Spahn beklagten „Mängel“ in der Organisation liegen doch genau an der zu geringen Austattung mit Personal in der Pflege. Und wenn jetzt noch einige Teilzeitkräfte mehr Stunden beim gleichen miesen Lohn arbeiten, wird sich daran im Prinzip nichts ändern. Da springen andere schneller ab. Sein ständig wiederholter Satz von der Abschaffung zum 1. Januar 2020 von Schulgeld ist doch Augenwischerei? Wo gibt es noch Pf.Helfer-Kurse, die den Betroffenen Geld kosten? Hier hat sich noch keiner gemeldet. Und die 3jährige AP-Ausbildung ist seit 2001 bundesweit ohne Schulgeld. Mit sowas brüstet sich Jens S.

Hat er irgendwo angekündigt, dass die hirnrissigen MDK-Prüfungen wegfallen?

Und soll es irgendwo 20 oder mehr Prozent mehr Personal i d Pflege geben?

Wird Nachtdienst mit 150% Arb.zeit verrechnet?

Werden Schü/AzuBis wirklich angeleitet? Etwa in dem gelobten Land Bayern? Nein, alles nur preiswerte Vertrösterei - der Personalmangel ist die fast perfekte Ausrede. Dumm nur, dass von den viel mehr Ausgebildeten der letzten Jahre immer weniger im Beruf bleiben. Dann kann das Arb.Amt sie hier auch nicht in die Statistiken reinschreiben. Selbst das spart Geld. 

😡😷😵😱




all das ist keine echte Hilfe

Stoppt die Abwärts-Spirale

25% mehr Personal und 10% mehr LohnBearbeiten