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… nun wollen wir alles, was wir von ihm in Erinnerung haben, vergessen und ihm als Minister endlich viele Erfolge wünschen !Bearbeiten

 


 

  Artikel-Überschrift

März 2018: Gesundheitsminister Spahn will den Pflegeberuf attraktiver machen – 17 000 offene Stellen

Von Tobias Schmidt, RNZ Berlin 

Der neue Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat umfangreiche Verbesserungen in der Altenpflege angekündigt. Konkret wolle er bei der Zahl der Auszubildenden, der Bezahlung der Pflegekräfte und der Personalbemessung ansetzen, sagte Spahn beim Deutschen Pflegetag in Berlin. Applaus erntete er für die Ankündigung, dem Bundeskabinett den ehemaligen Präsidenten des Deutschen Pflegerats, Andreas Westerfellhaus, als Pflegebevollmächtigten vorzuschlagen. Wenige Stunden nach der Amtsübernahme von seinem Vorgänger Hermann Gröhe erklärte er: „Ich möchte, dass wir den Pflegeberuf attraktiver machen.“ > Kommentar/Hintergrund S. 2, s u.  

Berlin. Jens Spahn geht gleich in die Vollen. Direkt nach der Amtsübernahme steigt der neue Gesundheitsminister gestern auf zwei Bühnen, nutzt seine Auftritte auf einem Klinikkongress und dem Deutschen Pflegetag in der Hauptstadt, um seine Agenda vorzustellen und den Wirbel um seine Hartz-IV-Äußerungen vergessen zu machen. Ärmel hochkrempeln und die Großbaustelle Pflegenotstand anpacken – das ist die Botschaft des Rivalen von Kanzlerin Angela Merkel am ersten Minister-Arbeitstag: „Ich möchte, dass wir den Pflegeberuf attraktiver machen. Ich möchte, dass wir mehr Ausbildungsplätze haben. Ich möchte, dass sich vor allem die Pflegekräfte um die Pflegebedürftigen kümmern können.“ 

Spahn in neuer Rolle, voller Tatkraft und Ehrgeiz. Aber kann er auch liefern, oder wird er sich an seiner Mammutaufgabe überheben, in den Mühen der Ebene schnell an Glanz verlieren? „Ich bin noch gar nicht da, da bin ich schon umzingelt von der Selbstverwaltung“, sagt er ironisch mit Blick auf die vielen Gremien in der Gesundheitspolitik. Immerhin holt er sich gleich einen Verbündeten: Der Vorschlag, Andreas Westerfellhaus zum neuen Pflegebevollmächtigten des Bundes zu machen, ist ein echter Coup. Der Mann stand acht Jahre lang an der Spitze des Pflegerates und genießt bei den Betroffenen allerhöchstes Ansehen.

Unterstützung wird der 37-jährige Gesundheitsminister brauchen, denn die Herausforderung ist enorm. 17 000 offene Stellen gibt es derzeit in Deutschlands Pflegeheimen, wie eine gestern veröffentlichte Studie belegt. Und der Fachkräftemangel ist dramatisch. Wie will Spahn da das Versprechen aus dem Koalitionsvertrag umsetzen, 8000 neue Stellen zu schaffen – und auch zu besetzen? „Das ist die größte Schwierigkeit. Es wird ein Kampf werden, ausreichend Personal zu finden“, sagt SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach. „Der entscheidende Hebel, um mehr Menschen für diesen wichtigen Beruf zu gewinnen, ist ein höherer Lohn.“

Eine bessere Bezahlung soll laut Koalitionsvertrag durch eine bundesweite Tarifbindung erreicht werden. Doch Spahn räumt gestern ein, das werde schwierig umzusetzen sein. Aber die Reserven der Pflegekassen schmelzen. Erstmals seit 2007 tat sich im vergangenen Jahr ein Loch auf, schlossen die Kassen mit einem Minus von 2,4 Milliarden Euro ab. Im Klartext: „Die Bürgerinnen und Bürger müssen sich auf höhere Beiträge für die Pflegekassen einstellen“, so Lauterbach. „An einer deutlichen Erhöhung führt kein Weg vorbei.“ Keine Aussicht, mit der sich Spahn besonders beliebt machen dürfte. 

Verzagtheit gehört indes nicht zu Spahns Charaktereigenschaften. Und so sieht der CDU-Politiker das Gesundheitsressort auch nicht als Falle. Es sei keinesfalls so, dass man mit Gesundheitspolitik keine Wahlen gewinnen könne, gibt Spahn den Optimisten. 

Ein paar Hinweise, wie er das System auf Vordermann bringen will, gibt Spahn gestern noch: „Schlechte Qualität muss früher oder später vom Netz, im Interesse der Patienten“, sagt er, und meint damit die Schließung von Kliniken, die die Standards nicht erfüllen. Und der elektronischen Gesundheitskarte, bislang ein Flop, soll zum Durchbruch verholfen werden, um den Alltag in Zigtausenden von Arztpraxen zu erleichtern. Auch darum hatte sich sein Vorgänger Hermann Gröhe (CDU), den Spahn aus dem Amt verdrängt hat, vergebens bemüht.

RNZ ua vom Freitag, 16. März 2018, Seite 2 

 

  27. Mai 2018:

Gesundheitsminister Jens Spahn verspricht, bis zu 13.000 neue Stellen in der Altenpflege voll zu finanzieren. Jedoch würden diese Reform-Pläne vor allem die Krankenkassen viel Geld kosten.

 

Mehr zusätzliche Pflegestellen, mehr Geld für moderne Informationstechnik, mehr Ausbildungsplätze – so konkretisiert die Koalition ihre Pläne, um die Arbeitsbedingungen in der Kranken- und Altenpflege zu verbessern. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat am Mittwoch ein mit Union und SPD abgestimmtes Eckpunktepapier vorgelegt, auf dessen Basis kurzfristig ein Gesetzentwurf erarbeitet werden soll.


Wieviel Zeit darf es noch sein, Frau Merkel und Hr. Spahn? Bearbeiten

Jens Spahn versucht, gar nichts Wesentliches zu ändern. Er versucht, möglichst hier und da etwas Zeit zu gewinnen, damit die notwendige "Reform" für die Arbeitgeber nicht zu teuer wird.

Kollegin, Kollege, die du auf Spahn warten willst, Hörst du dem Minister nicht zu, wie er nach jedem richtigen Satz als Entschuldigung/Einschränkung sofort hinterherschiebt: das ist nicht so einfach, das geht nicht von heute auf morgen. Es wird runde Tische geben. usw.   📅📝Es gibt keinen echten, nicht mal einen falschen, Zeitplan, wann sich in dieser Regierungszeit was verändern soll? Wir sollen ihm vertrauen !  

Nein - danke. 💪

(am Tag der Gesundh.Minister-Konferenz, 21.6.2018   —  und das sind übrigens schon seit mehr als drei Monaten billige Luftblasen)


  • Spahns 3000-Euro-Forderung, eher die mögl. Idee: 'Wie viel Geld Pflegekräfte wirklich verdienen. Jens Spahn fordert eine bessere Bezahlung für Pflegekräfte, bis zu 3000 Euro, meint der Minister.‘‘ Offizielle Zahlen zeigen: Viele verdienen das schon - doch besonders der Altenpflege-Bereich ist unterbezahlt. Von Isabella Reichert in spon, 16.7.2018
  • Link - Wie viel Geld Pflegekräfte wirkl…
  • DreiAnEinemTisch
  • Caterina Lobenstein, Britta Stuff: »Wir brauchen Hilfe, Herr Spahn!«  Einsame Bewohner und gestresste Betreuer, wenig Zeit und wenig Geld: Die Altenpflegerin Heike Noe und ihr Arbeitgeber Kaspar Pfister kennen die Probleme in deutschen Heimen. Die beiden mit dem Gesundheitsminister an einem Tisch. Im vergangenen Jahr hat die ZEIT (Nr. 51/17) die Altenpflegerin Heike Noe besucht und beschrieben, warum Fachkräfte wie sie zwar extrem begehrt sind – aber vergleichsweise schlecht verdienen. Dutzende Leser haben daraufhin Briefe und E-Mails geschickt, auch Gesundheitsminister Jens Spahn. Er schrieb, er wolle in seiner Amtszeit dafür sorgen, dass Menschen wie Heike Noe künftig mehr Wertschätzung erfahren. Aber was genau muss sich ändern, damit Pflegekräfte künftig bessere Arbeitsbedingungen und ein höheres Gehalt bekommen – und Pflegebedürftige mit mehr Würde behandelt werden? Und was schuldet ein reiches Land wie Deutschland seinen alten Bürgern? Die ZEIT, 19. Juli 2018 S. 11-13. hat die Altenpflegerin Noe und den Gesundheitsminister Spahn zu einem Gespräch gebeten – und den Unternehmer Kaspar Pfister, der das Pflegeheim betreibt, in dem Heike Noe arbeitet.  
  • ** https://epaper.zeit.de/webreader-v3/index.html#/805239/10-11




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