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Aus dem Besuch als Praktikantin wurde nichts. Am Montag, 16. Juli 2018 fand nur eine Stippvisite statt. 

Vorgeschichte Im Wahlkampf 2017 lud Altenpfleger Ferdi Cebi (36) in einer ZDF-Talk-Sendung Kanzlerin Angela Merkel ein, ihn bei der Arbeit in einem Paderborner Heim, dem St. Johannisstift, zu begleiten. Die Kanzlerin sagte in der vorbereiteten Sendung zu, und dann löst sie ihr Versprechen auf ihre Art ein. Eine Woche vorher, in der ARD, hatte sie nicht sehr souverän gewirkt.

Wie es sich der AP vorstellte Bearbeiten

  • Herr Cebi, heute ist Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) Ihre Praktikantin in der Pflege. Welche Aufgabe werden Sie ihr geben?

(aus einem Interview mit der ARD)

Ich werde ihr den Alltag auf Station näherbringen. Zum Beispiel das Anreichen von Essen: Das kann bei Demenzerkrankten besonders schwer sein, wenn sie die Nahrungsaufnahme ablehnen. Und beim Drehen eines 100-Kilo-Mann im Bett. Die Kanzlerin hatte Ihnen Und im ZDF in der Sendung „Klartext“ im vergangenen Jahr zugesagt, „dass Weiteres passieren wird“. Hat sie ihr Versprechen gehalten?

Merkel im Heim002.18

Vor ihrem Auftritt im Pflegeheim

Indirekt. Ich werde nicht alles schlecht machen. In letzter Zeit ist Einiges passiert, aber leider zu wenig und zu langsam. Fortschritte gibt es beim bürokratischen Aufwand, der uns von der eigentlichen Arbeit abhält: Die Dokumentation dauert jetzt nicht mehr eine Stunde, sondern nur noch 20 Minuten.

  • Verdienst 2000 Euro netto pro Monat, andere Pflegende deutlich weniger… In fast allen Einrichtungen gibt es jetzt die Sechs-Tage-Woche. Das heißt, die Pfleger müssen zwölf Tage am Stück arbeiten und haben dann zwei Tage frei. Es gibt keine verpflichtende Fünf-Tage-Woche und keine flächendeckenden Tarifverträge.
  • Die Bundesregierung hat in diesem Monat die „Konzertierte Aktion Pflege“ gestartet. Drei Ministerien – Gesundheit, Familie und Arbeit – sind beteiligt, sie wollen „mehr Wertschätzung, bessere Arbeitsbedingungen und gerechte Bezahlung“. Ein Fortschritt?

Das geht in die richtige Richtung, aber es reicht nicht, um junge Leute für den Beruf zu begeistern. Der demografische Wandel zeigt, dass es immer weiter bergab geht. Eigentlich läuft das alles auf eine Katastrophe hinaus.







Zeitgleich gab es 

  • Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will 13 000 neue Stellen schaffen. Würde das einen Unterschied machen?

Das ist auf jeden Fall schon mal gut. Aber wie gesagt: Wir wollen auch Jüngere für den Beruf begeistern.


(Montag, 16. Juli 2018, Seite 10, Interview leicht gekürzt. Vergl. ak.)




Kanzlerin Angela Merkels Erklärung vorab Bearbeiten

(Berlin, 14. Juli 2018)

Merkel: "Eine gute und verlässliche Pflege ist für unsere Gesellschaft von besonderer Bedeutung. Deshalb setzt die Bundesregierung in diesem Bereich auch einen Schwerpunkt ihrer Arbeit. Es geht uns darum, auf der einen Seite die Bedingungen für die professionellen Pflegekräfte zu verbessern. Aber genau so auch die Möglichkeiten für pflegende Angehörige so gut wie möglich auszugestalten."

Folgender Text wird eingeblendet: Viele Menschen machen sich Sorgen um die Pflege ihrer Angehörigen im Alter. Was sagen Sie diesen Menschen? Kanzlerin Merkel dazu:

"Ich kann diese Sorge sehr gut verstehen. Menschen überlegen, was kommt auf mich zu, wenn ich eines Tages Angehörige pflegen muss – und vielleicht das auch zu Hause tun möchte? Denn es geht ja vor allem auch darum, dass ich viele Dinge unter einen Hut bringen muss: die eigene berufliche Arbeit, die Erziehung von Kindern vielleicht und dann auch noch die Pflege. Und deshalb geht es uns darum, dass wir die Bedingungen für die häusliche Pflege so gut wie möglich ausgestalten, den Pflegenden unter die Arme greifen und vor allem auch die gesellschaftliche Anerkennung verbessern. Viele viele Menschen sind von Pflegearbeit betroffen. Wir sollten das würdigen und sagen, dass das wirklich die Helden unseres Alltags sind."


Folgender Text wird eingeblendet: Wie will die Bundesregierung mehr Menschen für den Pflegeberuf gewinnen?

Kanzlerin Merkel dazu: "In einem Sofortprogramm wollen wir zuerst einmal 13.000 neue Stellen für Pflegeeinrichtungen schaffen. Das bedeutet, dass dann auch der Personalmangel zumindest ein wenig behoben werden kann. Und wir wollen Pflegeeinrichtungen finanziell unterstützen, die in die Digitalisierung investieren. Denn wir wollen, dass sich die Pflegekräfte auf die Arbeit mit den Menschen konzentrieren können. Da kann Digitalisierung bei der Erledigung bürokratischer Vorgänge wirklich helfen.
Der Bundesgesundheitsminister hat mit Blick auf die Pflegeberufe eine Aktion „Pflege“ ins Leben gerufen und zwar mit dem Bundesarbeitsminister und der Bundesfamilienministerin. An dieser Aktion beteiligen sich auch alle, die fachliche, praktische Erfahrung haben wie: Bund, Länder, Kirchen, Wohlfahrtverbände. Hier geht es um das Management des Berufes, um die Entlohnung und die Arbeitsbedingungen insgesamt.
Außerdem wissen wir, dass wir insgesamt etwa 50.000 neue Pflegekräfte brauchen. Das Berufsbild muss also attraktiver werden. Wir freuen uns, dass an den Ausbildungsstätten die Zahl der Bewerber steigt. Und wir werden jetzt endlich zu dem Ergebnis kommen, dass nicht mehr Geld für die Ausbildung gezahlt werden muss, sondern dass dies eine kostenlose Ausbildung mit Vergütung sein wird. So, wie wir das aus vielen Berufsbildern kennen.

Am Montag werde ich ein Wahlversprechen erfüllen. Ich werde das St. Johannisstift in Paderborn besuchen – eine Pflegeeinrichtung, wo ich mich vor Ort über die praktische Arbeit der professionellen Pflegekräfte informieren kann, ihre Sorgen kennen lerne und ihre Forderungen hören werde. Und mit diesem Besuch auch meine Wertschätzung für den Beruf der Pflegekraft deutlich machen. Ich freue mich schon auf diesen Besuch!"

Hintergrund, Reaktionen, drumrum …Bearbeiten

  • Dauer der Veranstaltung: Am 16. Juli wird die Kanzlerin in Paderborn beim St. Johannisstift-Altenheim von 15 bis 16.30 Uhr sein. Angeblich will sie sich dort in dieser Stippvisite ein Bild vom Pflegenotstand verschaffen.  
  • Spahn für höhere Löhne in der Pflegebranche, am 16. Juli 2018 (Zitat: "Ich finde, so 2500, 3000 Euro sollten möglich sein, im Pflegeberuf zu verdienen". Anerkennung drücke sich ja nicht nur in Worten aus, so Spahn im Morgenmagazin von ARD und ZDF mit Blick auf den monatlichen Verdienst einer Pflegekraft nach Abschluss der Ausbildung. Er nennt damit eine große Spannweite. Und die Reaktion? >>> die Kommentare zu Spahn
  • Beim Besuch einer Pflegeeinrichtung hat sich Angela Merkel ein Bild von den Arbeitsbedingungen der Beschäftigten gemacht. Die Kanzlerin versprach: "Der Beruf muss attraktiver werden." (spiegel.de, 16. Juli 2018) Bereits mit dieser Information über das Heim wird die Öffentlichkeit bewusst getäuscht: „In der Einrichtung werden 110 Bewohner von 95 Mitarbeitern betreut.“ Da wird so getan, als seien ständig soviele Personen im Einsatz für die kranken alten Menschen. In Wirklichkeit sagt die Kopfzahl eben gerade nicht aus, wieviele Kräfte in der Pflege an einem normalen Samstagvormittag oder einem Donnerstagnachmittag in der Schicht auf einer Station sind. Es wird nicht gesagt wieviele davon eine Ausbildung für die Tätigkeit haben und wieviele nicht. Da werden die Anzahl der Teilzeitkräfte, Schülerinnen und Personal in der Hauswirtschaft mitgezählt, vielleicht auch noch der Hausmeister. Aber nicht wieviele Arbeitsstunden an einem Vormittag für die Rundum-Versorgung von 20 oder 30 Personen überhaupt eingerechnet sind. Wir reden nicht umsonst von einer Minutenpflege. Die Kanzlerin erfährt eine falsche Zahl, mit der sie die Öffentlichkeit nur in die Irre führen kann.


Cebi danach auf fb, 17.7. Bearbeiten

Idref, Gestern um 09:39

Statement zum Besuch von Frau Merkel

Für uns Pflegekräfte, die älteren Menschen und mich war es ein sehr erfolgreicher Tag. Ich habe es geschafft unsere Bundeskanzlerin zu überzeugen, dass noch mehr für diesen schönen Beruf gemacht werden muss. Ich konnte sie mit meiner Musik und meiner Arbeit am Menschen berühren. Ich habe sie mit einbezogen und war begeistert, mit wie viel Ruhe und Einfühlungsvermögen sie z.B. das Essen anreichte. Wir sind uns einig geworden, das dringend etwas am Personalschlüssel , am Gehalt, an Tarifverträgen oder einer 5 Tage Woche getan werden muss und vor allem, das wir zu wenig Zeit für die Menschen haben. Sie sagte dazu: „Pflege mit Herz geht nur mit genügend Zeit und wir müssen diesen Beruf wieder attraktiver machen.“ Ob sich jetzt wirklich etwas für uns alle zum positiven entwickelt bleibt abzuwarten, aber ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich ihr das abkaufe, da ich sehr gute Menschenkenntnisse habe und sie mir wirklich das Gefühl gegeben hat, dass sie verstanden hat, wie wichtig diese Dinge für unsere Zukunft sind.

Wir haben es geschafft, dass dieses wichtige Thema endlich bei der Gesellschafft, den Medien und der Politik angekommen ist. Es ist gerade präsenter als je zuvor und das macht mich sehr stolz und motiviert weiter zu kämpfen! Ich werde versuchen die schönsten Momente in einem Video festzuhalten und es dann zu posten. Zum Schluß bedanke ich mich bei allen, die mich dabei unterstützt haben und mir Mut gemacht haben! Nachrichten werden alle noch beantwortet. Wir sind Pfleger und Schwestern mit Herz, genau wie im neuen Video ...

F Cebi




all das ist keine echte Hilfe

Stoppt die Abwärts-Spirale

 

25% mehr Personal und 10% mehr LohnBearbeiten

 

wwwBearbeiten

  • https://www.domradio.de/themen/soziales/2018-07-16/bundeskanzlerin-besucht-altenpfleger-ferdi-cebi-am-arbeitsplatz

 

Kommentare zu Spahn unverbindlichen Vorschlägen Bearbeiten

 

Am 16. Juli 2018 um 11:13 von OlliH 

Wie bitte Bearbeiten

Das ist doch nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Besser wäre es, die Diäten an die Leistungen der Abgeordneten anzupassen. Das wäre ein gutes Beispiel

Am 16. Juli 2018 um 11:19 von Pandor

Spahn für höhere Löhne in der Pflegebranche Bearbeiten

Nun ja, der Herr Spahn, redet das nach, was ohnehin schon von den Dächern gepfiffen wird. Der Spatz auf dem Boden, sozusagen.

Am 16. Juli 2018 um 11:23 von Schneetiger

Endlich anfangen Bearbeiten

Es ist genug geredet worden in vielen Talkshows. Jetzt sollte der Minister endlich anfangen zu liefern. 2.500 - 3000€. Eine große Spannweite. Meiner Meinung nach sollte es bei 3.000€ nach der Ausbildung beginnen. Platz nach oben ist da aber noch reichlich.

Am 16. Juli 2018 um 11:26 von Al

2500-3000€ sind zu wenig Bearbeiten

€3000 für einen Job im Schichtdienst, mit Nacht-, Feiertags- und Sonntagsdiensten sind deutlich zu wenig (davon bleiben Netto nicht einmal €2000). Wir benötigen hier einen verbindlichen Tarifvertrag mit Zuschlägen für die erwähnten Arbeitszeiten, gutem Urlaubsanspruch und zusätzlichen sozialen Leistungen. Der Dienst am Menschen darf nicht weniger Wert sein als z.B. das Zusammenbauen von Autos in einer Fabrik. Nur ein anständiges "Schmerzensgeld" wird junge Leute dazu bringen, anstrengende soziale Berufe zu ergreifen und damit dafür zu sorgen, das es Menschen auch im Alter gut gehen kann.

Am 16. Juli 2018 um 11:29 von Superschlau

Und wo nimmt er das Geld her? Bearbeiten

Und wo nimmt er das Geld her? Einfach mal wieder ne neue Pflegesteuer einführen? Oder Aufschlag bei der Krankenkasse? Hauptsache, er schadet der Wirtschaft nicht mit irgendwelchen Beiträgen. Bitte nicht die arme Wirtschaft belasten.

Am 16. Juli 2018 um 11:31 von Emil66

Da dass alles privatisiert Bearbeiten

Da dass alles privatisiert wurde, kann der Spahn Garnichts machen. Alles nur Gewäsch. Politiker können keine Tarife festlegen. Was möchte dieser Her uns denn jetzt wieder weißmachen? Hat die GroKo doch erst die Möglichkeiten erschaffen für dieses Lohndumping. Oder sehe ich da was falsch?

Am 16. Juli 2018 um 11:40 von nie wieder spd

Selbstverständlich Netto! Bearbeiten

2500 bis 3000 Netto selbstverständlich! Denn sonst wird es für das Pflegepersonal auch nichts mit einer Rente oberhalb der Grundsicherung!

Am 16. Juli 2018 um 11:40 von Theodortugendreich

Höherer Lohn? - Dann ist am Ende ein Pfleger für 25 Patienten .. Bearbeiten

.... zuständig, anstatt für 20. --- Da das aber nicht geht, steigen die Beiträge, landen mittelfristig mehr Leute in den Heimen wo der Beitrag vom Sozialamt kommt, dann steigen die ... ---- Hauptsache Tätigkeit vortäuschen. Ein Prinzip der aktuellen Regierung.

Am 16. Juli 2018 um 11:41 von eine_anmerkung

Ein Schritt in die richtige Richtung Bearbeiten

Wir haben viel zu wenige Pflegekräfte und die, die wie haben, verdienen zu wenig in Relation zu Ihrer wichtigen und anstrengenden Aufgabe. Hinzu kommt das unsere Gesellschaft überaltert. Deshalb sollten wir lernen unsere Prioritäten richtig zu setzen und anstatt unqualifizierte Migranten in unbegrenzter Zahl weiterhin ins Land zu lassen die dann teilweise ein Leben lang ohne einen Handschlag tun zu müssen alimentiert werden, dieses Geld für die gezielte Anwerbung und Bezahlung von Pflegekräften nutzen. Unsere Bevölkerung und besonders unsere alten Menschen die der Pflege bedürfen und unseren Wohlstand aufgebaut haben, werden uns das danken.

Am 16. Juli 2018 um 11:42 von silverbeard

Nicht so klein denken Herr Spahn! Bearbeiten

Bei uns in der Gegend bieten VERLEIHER mindestens 3200€ für eine ausgebildete Pflegekraft. D.h. der Betrieb, der diese Mitarbeiter dann ausleiht, zahlt da nochmal ca. 15-20% drauf.

Herr Spahn sollte nicht von 2500€ sondern von mindestens 3000€ ausgehen, wenn er mit dieser Massnahme tatsächlich irgend etwas verbessern will.

Am 16. Juli 2018 um 11:48 von Sisyphos3

Gesundheitsminister Spahn Bearbeiten

hat höhere Löhne für die Beschäftigten in der Pflegebranche angemahnt . ned schwätza, oifach macha

Am 16. Juli 2018 um 11:50 von HGP Aachen

Ob das aufgeht ? Bearbeiten

"In mehr Verstaatlichung im Pflegebereich sieht Spahn keine Lösung. Er setze vielmehr auf eine Vielfalt von Trägern." Nur in einer Verstaatlichung liegt die Lösung! Auch als konservativ denkender Mensch muss man erkennen, dass die Privatisierung genau zu diesen Missständen geführt hat. Solange es den Trägern der Pflegeanstalten um Gewinnerzielung geht, solange haben diese Einrichtungen kein Interesse daran, die Löhne auf Kosten der Gewinnmarge zu erhöhen. Dieses Effizienz- und Gewinnstreben ist der Nährboden für Zeitarbeit und Unterwanderung der Mindestlöhne. Erst wenn die Einrichtungen als gemeinnützige Einrichtungen ohne Gewinnerziehung nach der Abgabenordnung geführt werden, wird sich das ändern. In der Struktur, auch bei wachsenden Löhnen, werden diese Kostenerhöhungen auf die Versicherungen abgewälzt und wieder auf die Einzahler als Beitragserhöhung. Nur wird es bald keine Beitragszahler mehr geben bei diesem sinkendem Lohnniveau. Manches darf einfach nicht privatisiert werden!

Am 16. Juli 2018 um 11:54 von Oskar.spd

Erstaunlich. Bearbeiten

Guten Morgen, die europäischen Laender ,welche Tarifbindungen fuer alle Arbeitnehmer haben-meines Wissens Belgien ,Oesterreich und Luxembourg stehen sich am wenigsten schlecht in Europa-was die Verteilung von Einkommen betrifft-(Gini Koeffizient.) Verteilung von Besitz haengt von steuerlichen Parametern ab! Herr Spahn macht es geschickt,weil er sich nicht fuer die Allgemeinverbindlichkeit ausspricht ,aber doch in Richtung Tarifvertrag lenkt. Es ist schlimm,dass SPD und Leute wie Lauman diese Richtung nicht klar und verbindlich einschlagen,und somit eigentlich unwaehlbar geworden sind!! Ich hoffe den pflegenden ist dies wirklich eine Hilfe.Und wenn ausgerechnet Spahn die SPD links ueberholt ,so ist dies eben so.

Am 16. Juli 2018 um 12:02 von KW-Real

2500-3000Euro Bearbeiten

Lieber Herr Spahn, um einen vergleichbaren Wert zu schaffen gehe ich bei Ihrer Vorderung von 2500- 3000 Euro von einem Bruttolohn bei 100% von einer Pflegefachkraft (3jägrig) aus. (Vollzeitbeschäftigung) Leider sind Sie mit Ihren Aussagen nicht aktuell. Diese Gehälter werden bereits flächendeckend bezahlt und das oft schon bei frisch ausgelernten Kräften. Ich leite als Angestellter zwei Pflegeheime und ich sage Ihnen - die Bedingungen in der Pflege ist der Schlüssel zum Glück und nicht (nur) das Geld. Nicht nur der Pflegekräfte wegen - auch unseren Patienten/Bewohnern zu liebe. Ein regulärer Plan mit 12 Tagen Arbeit und 2 Tagen frei wird schnell durchkreuzt wenn ein PK auf Grund von Ausfällen einspringen muss. Der PK - Mangel hat zusammen mit der teilweise Überforderung - die Moral der Kräfte schwinden lassen. Vorstellungsgespräche werden oft ohne Rückmeldung nicht wahrgenommen...

Am 16. Juli 2018 um 12:04 von erstaunter bürger

ieder mal wird durch Herrn Spahn eine Luftblase in die Welt ges Bearbeiten

Die Aussagen dieses Berufspolitkers zeugen wieder mal von seinem Bestreben sich in den Vordergrund zu spielen, um den Besuch der Kanzlerin im Altenheim zu unterlaufen.Es ist wieder mal reiner Populismus.

Am 16. Juli 2018 um 12:06 von Norman Braastad

Mehr Lohn für Pflegekräfte Bearbeiten

Endlich! 

Ich denke die Dienstleistung am Menschen wird nämlich schlechter entlohnt, als die Dienstleistung am Auto. Gilt natürlich nicht für alle Dienstleistungsberufe wie beispielsweise Notare, Juristen, Architekten, Ärzte usw.

Am 16. Juli 2018 um 12:10 von blue reef

Brutto oder Netto -wer zahlt? Bearbeiten

Unterstellen wir Bruttolohn von 3000,00 Euro, Steuerklasse IV, Kassendurchschnitt, inclusive. Kirchensteuer, dann erhält der Mitarbeiter einen Nettolohn von 1809,46 Euro (Modellrechnung) der Arbeitgeber hat dann, bezogen auf den einzelnen Mitarbeiter, Bruttolohnkosten von 3583, 00 Euro. Nettolohn von 3000,00 Euro,Steuerklasse IV, Kassendurchschnitt, inclusive. Kirchensteuer, dann erhielte der Mitarbeiter einen Bruttolohn von 5318,7 Euro und der Arbeitgeber hätte Bruttolohnkosten von 6301,45 Euro im Monat. Wie ist es nun gemeint. Brutto- oder Nettolohn? Das kurze beispielhafte Zahlenspiel verdeutlicht die Auswirkungen auf die Lohngestaltung und damit auch auf die Betriebskosten einer Pflegeeinrichtung. Schlußendlich stellen die Pflegebedürftigen, die eigentlich Betroffenen, nicht zu unrecht die Frage: „Wer soll das bezahlen?“.

Am 16. Juli 2018 um 12:10 von Karl Klammer

Die Arbeitgeber werden aus dem Verband austreten Bearbeiten

und schon bleibt es wieder beim Mindestlohn :-)

Am 16. Juli 2018 um 12:11 von maurice13

Privatisierung Bearbeiten

Das es in der Pflege jetzt so desaströse Zustände gibt,liegt an der Privatisierung. Noch mehr davon,macht es noch schlimmer.Gesundheit gehört in die öffentliche Hand !Geld allein,schafft keine besseren Arbeitsbedingungen,und somit auch keine Anreize. Außerdem hat Herr Spahn auf die privaten Firmen tariflich keinen Einfluss,es lässt sich so also leicht etwas fordern. Ich war selbst mehr als 30 Jahre in der Pflege.

Am 16. Juli 2018 um 12:11 von erstaunter bürger

Wieder mal ne Luftblase des Profilierungssüchtigen Hr. Spahn Bearbeiten

Die Aussagen dieses Berufspolitikers zeugen wieder mal von seinem Bestreben sich in den Vordergrund zu spielen, um den Besuch der Kanzlerin im Altenheim zu unterlaufen.Es ist wieder mal reiner Populismus. Dieser Mensch ist als Minister für mich unerträglich.

Am 16. Juli 2018 um 12:15 von HW53

Vielfalt in der Pflege.... Bearbeiten

ist auch Vielfalt (Betrug, Abzocke, Demütigung, Vernachlässigung etc.) Das haben wir schon. Was wir brauchen ist ein ehrliches System für UNSERE ALTEN, und keine Abzocke durch Investoren. Ich wünsche Ihnen viel Glück und Erfolg bei dieser Aufgabe, Herr Spahn.

Am 16. Juli 2018 um 12:16 von evhie

Die Politiker können Bearbeiten

Die Politiker können Tarifverträge für Allgmeinverbindlich erklären und fest legen wieviel Pflegekräfte für 10 Pflegebedürftige da sein müssen. Spahn soll nicht planen er soll machen.

Am 16. Juli 2018 um 12:17 von Glücklicher Leser

Wer von den werten Vorrednern hat schon mal eine Klinik erlebt? Bearbeiten

Herrn Spahn möchte ich sagen, die Kliniken sind jetzt schon pleite - wie sollen die mehr zahlen? Für Olli H: Was haben die Abgeordnetendiäten damit zu tun? Immer die gleiche Politikerschelte! Selbst in die Politik gehen und besser machen - lieber mehr(!) Geld für die Abgeordneten und dafür mehr Transparenz in der Politik! Für Emil 66: Sie sehen es immer wieder falsch und kritisieren immer wieder die Groko, dabei ist das Problem so alt wie ich denken kann... wollen Sie höhere Kassenbeiträge (Lohnnebenkosten, die Arbeitsplätze kosten)? Es gibt keine einfachen Lösungen für komplexe Probleme, wie uns hier immer einige von links und rechts weiß machen wollen! Für „nie wieder SPD“: Hey warum nicht 10000 Euro netto pro Monat für die Pflege? Deswegen scheitern alle linken Experimente, da irgendeiner das Geld dafür auch verdienen muss... Die Lösung ist viel komplexer, teils mehr Lohn, bessere Arbeitsbedingungen, mehr Qualifizierungs- und Aufstiegschancen...Ich wünsche allen einen schönen Tag!

Am 16. Juli 2018 um 12:20 von Sebastian15

3000,- Euro....? Bearbeiten

....das ist ein Schlag ins Gesicht für alle, die eine ähnlich bedeutungsvolle Arbeit machen wie Pflegekräfte zu ähnlichen Arbeitsbedingungen und deutlich weniger bekommen!

Am 16. Juli 2018 um 12:21 von Margareta K.

2500€ - 3000€ Verdienst Bearbeiten

Das meint er sicher NETTO, der Herr Spahn.

Am 16. Juli 2018 um 12:22 von onkelbond

Wo sind nur die Pfleger... Bearbeiten

Ja, wo sind sie nur? Natürlich im Ausland! Dort wo man anständige Arbeitsbedingungen und gute Löhne bekommt...Wie z.b. Dänemark, Norwegen, Schweden und natürlich in der kleinen Schweiz.. Anstatt auch hier gute Löhne zu zahlen, holt man doch lieber erst die billig pflegefachkraft aus Osteuropa!

Am 16. Juli 2018 um 12:24 von andererseits

Herr Spahn formuliert eine Bearbeiten

Herr Spahn formuliert eine Selbstverständlichkeit - und die Vermutung vieler ist, er tut es, um nicht ganz aus den Schlagzeilen zu verschwinden. Es ist doch allzu bekannt, dass er seine Tätigkeit als Gesundheitsminister eher als unangenehme "Warteposition" für andere Aufgaben empfindet.

Am 16. Juli 2018 um 12:29 von Armagedon

Vergleich Tarifvertrag Metall-Industrie . . . Bearbeiten

nach 3,5 Jahren Ausbildung Brutto 2700-2800€

Am 16. Juli 2018 um 12:33 von Al

@Karl Klammer Die Arbeitgeber werden... Bearbeiten

Deswegen muss es einen für verbindlich erklärten Tarifvertrag geben, der regelt dann nämlich auch das Einkommen derjenigen deren AG die Flucht aus der Tarifbindung sucht. Weiterhin muss es klare gesetzliche Regelungen geben, die einen bundessweiten Betreuungsschlüsssel festlegen. Dann kommen wir auch ohne Wiederverstaatlichung der sozialen Sektoren aus. Gleiche Grundbedingungen für alle, dann können die Betreiber zeigen wie fähig sie sind und über gute Arbeits- und Pflegebedingungen sowohl gute motivierte Arbeitskräfte und auch zufriedene Kundschaft binden. So funktioniert Wettbewerb ohne dies auf dem Rücken der Arbeitnehmer und Pflegebedürftigen auszutragen.

Am 16. Juli 2018 um 12:37 von OMP

@KW-Real um 12:02 Bearbeiten

Sehr gut argumentiert.

Hier wurde seitens Hr. Spahn aber auch nicht zu Ende gedacht. 3.000€ entsprechen einem Stundenlohn von ca. 17,32€ (bei Vollzeit), aber das sollte/muss dann für ganz DTL.gelten,(im Osten verdienen die PK in Durchschn.etwas mehr als die Hälfte für die gleiche Arbeit). Ein weiteres Problem ist doch,wenn man sich die Doku dazu im TV ansieht,dass im Pflegedienst die Stellen rigoros gestrichen werden(Bsp. Brandenburg, was früher 9 PK geleistet haben müssen nun 4 PK bewerkstelligen,PK die in den Ruhestand gingen wurden einfach nicht mehr ersetzt).Der Beruf muss auch attraktiver gemacht werden,anständige Bezahlung und geregelte Arbeitszeiten,etc.Das Problem ist auch eher, dass kein junger Mensch mehr körperl.schwere Arbeit ausführen möchte,da wird ein Studium nach dem anderen angefangen um später einen gut dotierten Managerjob zu bekommen,irgendwann haben wir"nur noch Häuptlinge, aber keine Indianer mehr".Aber so wird es ja auch von unserer Wirtschaft/Politik vorgelebt.

Am 16. Juli 2018 um 12:38 von skysky

Geld ist da ! Bearbeiten

die Privaten Pflegeheime schießen wie Pilze aus dem Boden, das scheint eine sehr lukrative Einnahmequelle zu sein, es ist also Geld vorhanden, es muß nur richtig verteilt werden.

Am 16. Juli 2018 um 12:39 von nie wieder spd

160 Milliarden Euro an jährlichen Steuerhinterziehungen Bearbeiten

Wir haben soviel Geld, dass wir schon nicht mehr darauf aufpassen können! Solange sich unsere Regierung jedes Jahr 160 Milliarden Euro in Form von Steuerhinterziehungen stehlen lässt, kann von zu wenig Geld keinerlei Rede sein! Egal ob für Pflegekräfte oder für Rentner! Oder für ein bedingungsloses Grundeinkommen.

Am 16. Juli 2018 um 12:45 von ManMa

Mal auf dem Teppich bleiben.... Bearbeiten

Ich bin ja auch der Meinung, dass die Pflegeberufe hoffnungslos unterbezahlt sind, aber 3000 netto finde ich jetzt etwas hoch gegriffen. Wenn man bedenkt, dass studierte Leute ein Eingangsgehalt von nichtmal 3000 Euro haben müssten die ja auch angehoben werden. Das kann sich niemand leisten. Brutto hingegen als Einstiegsgehalt gar nicht so schlecht mit Nachtzuschlägen kommt da auf jeden Fall genug rum.

Am 16. Juli 2018 um 12:46 von Christian1966

Wenn dann für alle. Bearbeiten

Sich einen Beruf heraus zu suchen und zu sagen da sollen alle nach Tarif bezahlt werden, geht nicht. Entweder Tarif für alle oder alles beim alten lassen. Denn sonst wäre das eine Aussage, du bist ein besserer Mensch als der andere. Zum anderen Patientendaten per Smartphone. Dann aber nur wenn man es will. Ich möchte das nicht, denn da zu sind die Smartphones zu unsicher. Man weiß nie ob jemand mit liest.

Am 16. Juli 2018 um 12:53 von OMP

blue reff um 12:10 Bearbeiten

Gehälter/Löhne werden immer Brutto benannt. Die Kostenfrage bzw. wo das Geld herkommen soll hat Herr Spahn meines Erachtens überhaupt nicht beantwortet. Kann er auch nicht, denn er weiß ja auch nicht woher!! Vorschlag: Unsere Abgeordneten und Politiker sollten mit gutem Bsp. voran gehen und ebenfalls entsprechend Ihrem gesamten Einkommen (d.h. inkl. den steuerfreien Zuwendungen) ebenfalls die Abgaben in die Pflegekasse einzahlen(ohne dann gleich wieder aus diesem Grund ihre Bezüge zu erhöhen, hier sollte es dann eine Obergrenze geben). Gleichlautend sollten die Wirtschaftsbosse entsprechend zur Kasse gebeten werden, denn die meisten Pflegebedürftigen haben mit ihrer jahrzehntelangen Arbeit erst den Wohlstand der Industriemagnaten erarbeitet/ermöglicht. Aber das ist sicherlich nur ein Wunschdenken meinerseits.

Am 16. Juli 2018 um 12:57 von nie wieder spd

@ um 12:29 von Armagedon Bearbeiten

Da müsste sich für den Pflegebereich doch locker das Doppelte machen lassen. Als Einstiegsgehalt!

Am 16. Juli 2018 um 13:07 von Moderation

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Stoppt die Abwärts-Spirale

 

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